Alternativen zu Adobe Acrobat unter Linux
PDF ist ein offener Standard, deshalb ist dieser Umstieg leichter, als viele befürchten. Für das meiste braucht es Acrobat gar nicht.
Lesen, kommentieren, ausfüllen
Okular kann alles, wofür die meisten Acrobat benutzen: anzeigen, durchsuchen, markieren, mit Notizen versehen und Formulare ausfüllen. Die Anmerkungen lassen sich als PDF speichern und von anderen lesen.
Je nach Desktop ist auch Evince oder Papers vorinstalliert, schlichter, aber für das Lesen völlig ausreichend.
Bearbeiten
LibreOffice Draw öffnet PDF-Dateien und macht die Inhalte änderbar. Für kleine Korrekturen an einem Text, ein ausgetauschtes Bild oder eine geänderte Zahl funktioniert das gut.
Bei komplexen Layouts stößt es an Grenzen: Schriften werden ersetzt, Abstände verschieben sich. Ein PDF ist eben ein Enddokument, kein Arbeitsformat. Das gilt unter Windows genauso.
Seiten sortieren, zusammenfügen, verkleinern
Dafür gibt es PDF Arranger: Seiten drehen, löschen, neu anordnen, mehrere Dateien zusammenfügen, per Ziehen und Ablegen. Kleiner als Acrobat, für diesen Zweck aber schneller.
Unterschreiben
Handschriftlich geht mit Xournal++: PDF öffnen, Unterschrift einfügen, speichern. Das reicht für den Alltag.
Digital signieren mit Zertifikat ist der eine Bereich, in dem Linux schwächer dasteht. Für qualifizierte elektronische Signaturen nach eIDAS gibt es keine bequeme Lösung; die Anbieter setzen auf Windows-Software oder Web-Portale. Wer das beruflich braucht, prüft vorher, ob das Portal seines Anbieters im Browser funktioniert.
Installation
sudo apt install okular xournalpp pdfarranger
flatpak install flathub org.libreoffice.LibreOffice