Alternativen zu Adobe InDesign unter Linux
Scribus ist das einzige ernstzunehmende freie Satzprogramm, und es ist besser als sein Ruf.
Was Scribus kann
Mehrseitige Dokumente mit Musterseiten, Textrahmen mit Verkettung, Silbentrennung, Grundlinienraster, Farbmanagement und Anschnitt. Für Broschüren, Vereinszeitungen, Speisekarten, Bücher und Flyer reicht das vollständig.
Beim Druck-PDF ist Scribus stark. Echtes CMYK, Schmuckfarben, eingebettete Schriften, Beschnittzugabe und Passermarken. Genau das, wonach Druckereien fragen. Wer bisher aus Word oder Publisher heraus gedruckt hat, macht mit Scribus einen deutlichen Schritt nach vorn.
Deine Dokumente mitnehmen
Hier liegt das Problem, und es ist ein hartes: INDD-Dateien kann Scribus nicht öffnen. Adobes Format ist geschlossen, es gibt keinen Umweg.
IDML, das Austauschformat von InDesign, wird von Scribus eingeschränkt gelesen. Text und grobe Anordnung kommen an, Feinheiten wie Absatzformate, Effekte und Verkettungen oft nicht. Für eine einzelne Vorlage kann man damit arbeiten, für ein Archiv aus Jahren nicht.
Die praktische Empfehlung: Bestandsdokumente als PDF archivieren, solange InDesign noch läuft. Neue Projekte in Scribus beginnen. Wer laufende Dokumente mit anderen austauscht, die InDesign nutzen, sollte den Umstieg gut prüfen.
Installation
flatpak install flathub net.scribus.Scribus
Ehrlich gesagt
Scribus bedient sich anders und sieht altmodischer aus. Wer täglich damit Geld verdient und im Team arbeitet, wird InDesign vermissen. Wer Drucksachen für einen Verein, ein kleines Unternehmen oder sich selbst macht, kommt gut damit zurecht.