Alternativen zu Adobe Lightroom unter Linux
Für Fotografen ist das der wichtigste Umstieg. Die gute Nachricht: Beide Programme hier sind ernsthafte Werkzeuge, keine Spielzeuge.
Darktable: Verwaltung und Entwicklung
Darktable kommt Lightroom am nächsten. Es verwaltet die Bibliothek, entwickelt RAW-Dateien nicht-destruktiv und kann Einstellungen auf ganze Serien übertragen. Die Originaldatei wird nie verändert, alle Schritte liegen daneben.
Die Bedienung ist anders aufgebaut: Statt Reglern in fester Reihenfolge arbeitest du mit Modulen, die du zuschaltest. Das wirkt zuerst sperrig und ist nach zwei Wochen der Grund, warum viele nicht zurückwollen.
RawTherapee: die Feinarbeit
RawTherapee hat die stärkeren Algorithmen bei der Entrauschung und beim Demosaicing, verwaltet dafür keine Bibliothek. Viele nutzen beides: Darktable für den Ablauf, RawTherapee für einzelne schwierige Bilder.
Deine Bilder mitnehmen
RAW-Dateien laufen direkt mit. Beide Programme lesen die Formate aller gängigen Kameras.
Deine Bearbeitungen kommen nicht mit. Das ist die unbequeme Wahrheit: Lightroom speichert Entwicklungsschritte in einem eigenen Katalog, den niemand sonst lesen kann. Der übliche Weg ist, fertige Bilder als JPEG oder TIFF zu exportieren und die RAW-Dateien neu zu entwickeln, wenn sie wieder gebraucht werden.
Der Katalog selbst lässt sich nicht übernehmen. Sterne, Stichwörter und Sammlungen musst du neu vergeben, sofern sie nicht in den Dateien selbst stehen. Wer die Stichwörter vorher in die Bilddateien schreiben lässt, rettet zumindest die.
Installation
flatpak install flathub org.darktable.Darktable
flatpak install flathub com.rawtherapee.RawTherapee
Was fehlt
Die Verzahnung mit Photoshop, das Verschlagworten per Gesichtserkennung und die Cloud-Synchronisation aufs Handy. Wer damit arbeitet, verliert Komfort.