Alternativen zu VMware Workstation unter Linux
Hier ist Linux im Vorteil: Die Virtualisierung steckt im Kernel und muss nicht erst installiert werden.
KVM: der Unterbau
KVM ist Teil des Linux-Kernels. Virtuelle Maschinen laufen dadurch mit sehr wenig Verlust, oft schneller als unter VMware Workstation oder VirtualBox. Was du installierst, ist nur die Oberfläche dazu.
GNOME Boxen: der einfache Weg
Boxen ist für Leute gemacht, die eine virtuelle Maschine wollen und keine Einstellungen. Abbild auswählen, ein paar Angaben, fertig. Für ein Windows daneben oder zum Ausprobieren einer Distribution reicht das völlig.
virt-manager: für alles Weitere
virt-manager zeigt jede Schraube: Netzwerkbrücken, Festplattenformate, Durchreichen von USB-Geräten und Grafikkarten, Momentaufnahmen. Wer VMware Workstation wegen der Feinheiten geschätzt hat, ist hier richtig.
Windows daneben laufen lassen
Das ist der häufigste Grund, und er funktioniert gut. Windows 11 in einer virtuellen Maschine braucht:
- TPM, das die Oberflächen mittlerweile auf Wunsch bereitstellen
- genug Arbeitsspeicher, sinnvoll ab 4 GB für die virtuelle Maschine, der Rechner sollte also 16 GB haben
- eine Windows-Lizenz, die weiterhin fällig ist
Für Programme wie DATEV oder Lexware, die unter Linux nicht laufen, ist das der übliche Weg.
Was fehlt
Die 3D-Beschleunigung für Spiele in der virtuellen Maschine ist aufwendiger einzurichten als bei VMware. Wer eine Grafikkarte durchreichen will, braucht eine zweite und etwas Geduld.
Installation
sudo apt install virt-manager # Ubuntu, Mint, Zorin OS
sudo dnf install virt-manager # Fedora
flatpak install flathub org.gnome.Boxes