Was ist dieses „Überprüft“?
An unseren Formularen steht ein kleines Häkchen, das du nicht selbst gesetzt hast. Hier steht, was dahintersteckt - und was dabei ausdrücklich nicht passiert.
Die kurze Antwort
Dein Browser hat für uns eine kleine Rechenaufgabe gelöst. Das ist unser Ersatz für die üblichen Bilderrätsel - du musst keine Ampeln anklicken und keine verzerrten Buchstaben abtippen. Das Verfahren heißt ALTCHA, ist quelloffen und läuft auf einem eigenen Server. Kein anderes Unternehmen ist beteiligt.
Warum überhaupt eine Prüfung?
Formulare im Netz werden von Programmen abgeschickt, nicht nur von Menschen. Ohne Schutz erreichen uns täglich Werbenachrichten und automatisierte Massenanfragen - und dein echter Erfahrungsbericht geht darin unter.
Die verbreitete Antwort darauf sind Captchas der großen Anbieter. Deren Preis ist hoch: Sie erkennen dich über Websites hinweg wieder, werten dein Verhalten aus und übermitteln Daten an Unternehmen außerhalb Europas. Das wollten wir dir nicht zumuten - auf einer Seite über Linux wäre das auch reichlich verkehrt.
ALTCHA dreht die Sache um: Statt dich zu prüfen, lassen wir dein Gerät kurz arbeiten. Für einen Menschen, der ein Formular ausfüllt, ist das unmerklich. Für eine Maschine, die tausendfach absenden will, summiert sich die Rechenzeit so weit auf, dass sich der Aufwand nicht mehr lohnt.
Wie es genau abläuft
- 1
Du öffnest eine Seite mit Formular
Dein Browser lädt von unserem Server ein kleines Programm und bekommt eine Rechenaufgabe gestellt. Die Aufgabe ist bei jedem Aufruf eine andere und nur wenige Minuten gültig.
- 2
Dein Gerät rechnet
Die Aufgabe lautet sinngemäß: „Finde eine Zahl, die zusammen mit diesem Text ein Ergebnis mit bestimmten Eigenschaften liefert." Das geht nur durch Ausprobieren - dein Gerät zählt hoch, bis es passt. Das dauert einen Sekundenbruchteil und läuft im Hintergrund.
- 3
Das Häkchen erscheint
Ist die Aufgabe gelöst, zeigt die Box „Überprüft“. Du musst nichts anklicken, nichts abtippen und keine Ampeln auf Bildern suchen.
- 4
Wir prüfen das Ergebnis
Beim Absenden geht die Lösung mit. Unser Server rechnet nach, ob sie zur gestellten Aufgabe passt - und ob dieselbe Lösung nicht schon einmal eingereicht wurde.
Der Fachbegriff dafür lautet Proof of Work - Arbeitsnachweis. Dieselbe Idee wurde ursprünglich gegen Spam-E-Mails entwickelt: Wer viele Nachrichten verschicken will, soll dafür spürbar Rechenzeit aufwenden müssen.
Was dabei ausdrücklich nicht passiert
- Es werden keine Cookies gesetzt.
- Auf deinem Gerät wird nichts gespeichert und nichts ausgelesen - weder Verlauf noch installierte Schriften, Bildschirmgröße oder Ähnliches.
- Dein Verhalten wird nicht beobachtet - keine Mausbewegungen, keine Tippgeschwindigkeit, kein Profil.
- Kein fremdes Unternehmen bekommt Daten. Der Dienst läuft auf unserem eigenen Server in Deutschland.
- Es wird nichts über die einzelne Anfrage hinaus gespeichert.
Weil auf dein Gerät weder zugegriffen noch etwas darin gespeichert wird, brauchen wir dafür auch keine Einwilligung - und du keinen weiteren Zustimmungsdialog.
Was wir tatsächlich sehen
Beim Abruf des Programms und der Rechenaufgabe entstehen auf unserem Server die üblichen Zugriffsprotokolle: IP-Adresse, Zeitpunkt, aufgerufene Adresse und Browserkennung. Dazu kommt das Rechenergebnis selbst - eine Zahlenfolge ohne Bezug zu deiner Person. Mehr nicht.
Zum Nachlesen
- Unsere Datenschutzerklärung - die rechtliche Fassung mit Rechtsgrundlage und Speicherdauer.
- ALTCHA auf GitHub - der vollständige Quelltext des Verfahrens. Jeder kann nachlesen, was das Programm in deinem Browser tut; wir haben nichts daran verändert.
- Fragen dazu? Schreib uns - ohne Häkchen geht das übrigens auch, per E-Mail an info@techeve.de.