Alternativen zu Windows-Sicherung unter Linux
Unter Linux trennt man zwei Dinge, die Windows in einem Werkzeug vermischt: die Sicherung des Systems und die der eigenen Dateien. Diese Trennung ist der eigentliche Gewinn.
Timeshift: das System zurückdrehen
Timeshift macht Momentaufnahmen des Systems, ähnlich der Systemwiederherstellung von Windows, aber zuverlässiger. Geht nach einem Update etwas schief, startest du den vorigen Stand und arbeitest weiter.
Deine eigenen Dateien fasst Timeshift bewusst nicht an. Das ist Absicht: Beim Zurückspringen sollen die Dokumente von heute erhalten bleiben, nicht auf den Stand von letzter Woche fallen.
Linux Mint richtet Timeshift beim ersten Start selbst ein, andere Distributionen fragen nicht danach. Fünf Minuten, die sich lohnen.
Déjà Dup: die eigenen Dateien
Déjà Dup sichert den Benutzerordner, verschlüsselt und mit Versionsständen, auf eine externe Festplatte, einen Netzwerkspeicher oder eine Nextcloud. Einmal eingerichtet, läuft es im Hintergrund.
Für mehr Anspruch
Borg oder Restic sichern platzsparend, verschlüsselt und über das Netz, mit deduplizierten Ständen über Jahre. Beide werden im Terminal bedient; Vorta ist eine Oberfläche für Borg.
Ein Vorteil, den Windows nicht hat
Bei NixOS ist der Rückweg eingebaut: Jede Änderung erzeugt einen neuen Systemstand, die alten bleiben im Startmenü stehen. Und auf allen Systemen mit dem Dateisystem Btrfs macht Timeshift die Momentaufnahmen praktisch ohne Platzbedarf und in Sekunden.
Installation
sudo apt install timeshift deja-dup # Ubuntu, Mint, Zorin OS
sudo dnf install timeshift deja-dup # Fedora
Die eine Regel
Eine Sicherung auf derselben Festplatte ist keine Sicherung. Externe Platte oder Netzwerkspeicher, und einmal im Jahr ausprobieren, ob sich davon wirklich wiederherstellen lässt.