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Desktop

MATE: der Desktop, der GNOME 2 am Leben hält

MATE unter Debian 12: zwei Leisten, klassisches Menü - die Bedienung von GNOME 2
MATE unter Debian 12: zwei Leisten, klassisches Menü - die Bedienung von GNOME 2Bild: The Debian Project · GPL · Quelle

MATE ist eine Fortsetzung. Als GNOME 2011 seine Bedienung komplett umbaute, gab es viele, die den alten Weg behalten wollten. MATE führt ihn fort, auf aktueller Technik.

Die Idee dahinter

Zwei Leisten statt einer: oben die Menüs und der Systembereich, unten die Fensterliste. Ein Menü, das in Anwendungen, Orte und System geteilt ist. Wer Linux vor 2011 benutzt hat, ist sofort zu Hause.

Der Unterschied zu Xfce ist feiner, als es scheint: Xfce war immer schlank gedacht, MATE ist ein vollständiger Desktop, der schlank geblieben ist.

Was dafür spricht

Vertrautheit für Rückkehrer. Wer Linux vor Jahren nutzte und jetzt zurückkommt, findet seinen alten Desktop vor.

Sehr sparsam. Ähnlich genügsam wie Xfce, läuft auf betagter Hardware flüssig.

Vollständig. Bringt eigene Programme für Dateien, Texte, Bildbetrachtung und Archive mit, die zusammenpassen.

Stabil im Wortsinn. Der Unterbau ist über zwei Jahrzehnte gereift.

Was dagegen spricht

Es sieht alt aus. Das ist Absicht, aber man muss es mögen. Wer von Windows 11 kommt, empfindet MATE als altmodisch.

Kleines Team, langsame Entwicklung. Neue Technik kommt spät oder gar nicht.

Zwei Leisten kosten Platz. Auf einem kleinen Laptopbildschirm ist das spürbar. Sie lassen sich zusammenlegen, dann verliert MATE aber seinen Charakter.

Für wen es passt

Für Rückkehrer, die GNOME 2 vermissen. Für alte Rechner. Für alle, die einen vollständigen, ruhigen Desktop wollen und mit klassischer Optik leben können.

Wer zwischen MATE und Xfce schwankt: Beide sind sparsam und stabil. Nimm MATE, wenn dir die zwei Leisten und das dreigeteilte Menü gefallen. Nimm Xfce, wenn du lieber selbst zusammenstellst.

Ausprobieren: Linux Mint und Debian bieten MATE als Variante an.