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Desktop

Xfce: schnell, schlank und seit zwanzig Jahren verlässlich

Xfce unter Debian 12: nüchtern, aufgeräumt, sofort verständlich
Xfce unter Debian 12: nüchtern, aufgeräumt, sofort verständlichBild: The Debian Project · GPL · Quelle

Wenn ein zwölf Jahre alter Laptop wieder benutzbar werden soll, ist Xfce meist die Antwort.

Die Idee dahinter

Xfce macht die Dinge, die ein Desktop machen muss, und sonst nichts. Keine Animationen, die Rechenzeit kosten, keine Suchindizes im Hintergrund. Dafür: ein Menü, Leisten, ein guter Dateiverwalter, ordentliche Einstellungen.

Das Ergebnis braucht ungefähr halb so viel Arbeitsspeicher wie GNOME und fühlt sich auf schwacher Hardware an, als wäre sie doppelt so schnell.

Was dafür spricht

Es läuft überall. Auch mit 2 GB Arbeitsspeicher und einer Grafik aus dem letzten Jahrzehnt.

Es ist nicht hässlich. Anders als bei manchen sparsamen Desktops sieht Xfce nicht nach Notbehelf aus. Mit einem anderen Symbolthema wirkt es aufgeräumt und zeitgemäß.

Es ändert sich kaum. Große Umbauten sind selten. Wer sich einmal eingerichtet hat, kann das über Jahre so lassen.

Anpassbar ohne Ballast. Leisten lassen sich frei zusammenstellen, jedes Element einzeln setzen.

Was dagegen spricht

Neue Technik kommt spät. Xfce hat lange gebraucht, um Wayland zu unterstützen. Wer HDR oder gemischte Bildschirmauflösungen braucht, ist bei KDE oder GNOME besser aufgehoben.

Weniger Komfort. Kein Zwischenablage-Verlauf ab Werk, weniger Feinschliff bei den mitgelieferten Programmen.

Optik braucht Handarbeit. Ab Werk ist Xfce nüchtern. Wer es schön will, muss Themen und Symbole selbst wählen.

Für wen es passt

Für alte Rechner, die noch ein paar Jahre laufen sollen. Für Menschen, die ihren Desktop als Werkzeug sehen. Für Zweitrechner, Server mit Oberfläche und alles, wo Ressourcen knapp sind.

Ausprobieren: Linux Mint bietet eine Xfce-Variante, Debian und Manjaro ebenfalls. Auch Kali Linux setzt darauf.