Kali Linux

Der Werkzeugkasten für Sicherheitstests

Arbeitsgerät für Sicherheitsfachleute - als alltägliches Desktop-System ungeeignet.

Kali Linux wird von Offensive Security entwickelt und ist das bekannteste System für Penetrationstests. Es ist kein Betriebssystem für den täglichen Gebrauch, sondern ein spezialisierter Werkzeugkasten - und genau als solcher ist es hervorragend.

Was Kali besonders macht

Alles ist schon da. Über 600 Werkzeuge für Netzwerkanalyse, Schwachstellensuche, Forensik und Reverse Engineering sind vorinstalliert und aufeinander abgestimmt. Was sonst tagelange Einrichtung bedeutet, läuft hier nach der Installation.

Gepflegt und dokumentiert. Die Werkzeuge werden laufend aktualisiert, und zu praktisch jedem gibt es eine offizielle Anleitung. Für die Ausbildung im Sicherheitsbereich ist Kali der De-facto-Standard.

Läuft überall. Ob vom USB-Stick ohne Installation, in einer virtuellen Maschine, im Windows-Subsystem für Linux oder auf einem Raspberry Pi - Kali gibt es für nahezu jede Umgebung. Die Live-Variante hinterlässt auf dem geprüften Rechner keine Spuren.

Was man wissen sollte

Kali ist kein Einsteigersystem und kein Alltags-Desktop. Es basiert auf Debian Testing, ist auf Werkzeuge statt auf Bequemlichkeit ausgelegt und setzt voraus, dass man weiß, was man tut. Wer Linux lernen will, ist mit Linux Mint oder Ubuntu unendlich viel besser bedient - und kann sich die Kali-Werkzeuge bei Bedarf dort nachinstallieren.

Und der wichtigste Punkt: Die mitgelieferten Werkzeuge dürfen ausschließlich auf Systemen eingesetzt werden, für die eine ausdrückliche Erlaubnis vorliegt - also eigene Geräte, Testumgebungen oder beauftragte Prüfungen. Ohne Genehmigung in fremde Systeme einzudringen, ist in Deutschland nach § 202a ff. StGB strafbar.

Für wen ist Kali?

Für Sicherheitsfachleute, Systemadministratoren, die ihre eigene Infrastruktur prüfen, und für alle, die den Bereich seriös lernen wollen - idealerweise in einer virtuellen Maschine neben dem gewohnten System.